Google+

Franz Rheinisch


Franz Rheinisch gilt als Märtyrer der Gewissenstreue. Er blieb standhaft, wo ihn selbst seine Oberen zum Einlenken bewegen wollten. Gerade heuet ist er Vorbild für Jugendliche, die sich vor wichtige Entscheidungen gestellt sehen.


Es hätte alles glatt laufen können. Er hätte nur den Eid schwören sollen, den sogenannten Fahneneid; nicht auf das Deutsche Volk, sondern allein auf den Führer. Wie es ihm alle geraten hatten, die ihm nahe standen. Und wie es die meisten anderen auch getan hatten, um keine Schwierigkeiten zu bekommen. Doch Reinisch entschied sich bewusst dagegen und wurde somit zu einem roten Tuch für die Nazis. Nicht, dass er sein Leben einfach wegwerfen wollte. Im Gegenteil: Franz war leidenschaftlicher Trinker und Kartenspieler gewesen und hatte sich dies Vorlieben nur wegen des Priesterseminars abgewöhnt. Doch an seiner Entscheidung gegen den Fahneneid hielt er fest, getreu seinem persönlichen Motto: "Unverrückbar wie die Berge der Heimat steht unser Glaube an Christus und Maria" - das war nicht etwa Sturheit, sondern Konsequenz bis ins Letzte. Am frühen Morgen des 21. August 1942 sauste das Fallbeil nach unten, das Franz Reinisch zum Märtyrer machte. Nahe der Todesstelle gedenken die Jungmänner der Regio Wegweiser jedes Jahr seines mutigen Opfers für die Gewissensfreiheit des Menschen in der Reinisch-Nacht.

Suche

Kalender

Unterstützen