Google+

Karl Leisner


Er war nicht unbedingt das, was man einen Widerstandskämpfer nennen würde. Trotzdem setzte der dem Regime alles entgegen, was er konnte - auf seine ganz eigene Art.
 


Die Jugend seiner Zeit lag ihm am Herzen. Deshalb engagierte er sich bereits mit 12 Jahren als Gruppenleiter in der katholischen Jugendarbeit. Er liebte das Leben und war die Fröhlichkeit in Person - seine Gitarre begleitet ihn stets überall hin. Ob auf die Fahrrad-Wallfahrten, die er mit seiner Burschengruppe zum Marien-Pilgerort Kevelar unternahm, oder sogar ins Konzentrationslager. Denn dorthin wurde er gebracht, nachdem er sich zu einem Kommentar gegen Hitler hatte hinreißen lassen. Als im Nvember 1939 ein Attentat auf den "Führer" misslang, entschlüpfte Karl ein einfaches "Mist". Der Gestapo reichte das bereits, um ihn - obwohl er schwer lungenkrank war - ins KZ nach Dachau zu schleppen. Dorthin ließ er sich also seine Gitarre schicken, um seine Mitgefangenen aufzuheitern. Ein französischer Bischof weihte Karl Leisner, der sich bereits auf dem Weg zum Priestertum befand, heimlich zum Priester. Eine einzige Messe konnte Karl feiern. Zwar wurde das KZ kurz darauf befreit, doch Karl starb bald an seiner nicht kurierten Lungenkrankheit. 

1996 kam Papst Johannes Paul II. nach Berlin, um Bernhard Lichtenberg und Karl Leisner selig zu sprechen. Mit Karl Leisner hat die Schönstatt-Bewegung so ihren ersten Seligen bekommen.

Suche

Kalender

Unterstützen